Schädlinge im Keller: Diese ungebetenen Gäste sollten Sie kennen

Marcus Wöll 0 Kommentare

Der Keller gehört zu den Räumen, die wir am seltensten betreten – und genau das macht ihn für Schädlinge so attraktiv. Dunkelheit, Feuchtigkeit, gleichbleibende Temperaturen und wenig Störung durch Menschen: Aus Sicht vieler Insekten und Nagetiere ist der Keller ein nahezu perfekter Lebensraum. Wer hier nicht regelmäßig nach dem Rechten sieht, bemerkt einen Befall oft erst, wenn er sich bereits ausgebreitet hat.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Schädlinge besonders häufig in Kellern auftreten, woran Sie sie erkennen und was Sie dagegen tun können.

Warum der Keller ein Paradies für Schädlinge ist

Kellerräume bieten gleich mehrere Bedingungen, die Schädlinge anziehen:

  • Feuchtigkeit: Viele Keller sind nicht optimal abgedichtet oder belüftet. Feuchteliebende Insekten wie Silberfischchen oder Kellerasseln fühlen sich hier besonders wohl.
  • Dunkelheit: Lichtscheue Tiere wie Schaben oder Papierfischchen bleiben in dunklen Räumen lange unentdeckt.
  • Versteckmöglichkeiten: Kartons, alte Möbel, Regale und selten bewegtes Lagergut bieten ideale Rückzugsorte und Nistplätze.
  • Nahrungsquellen: Eingelagerte Lebensmittel, Kartoffeln, Konserven mit beschädigter Verpackung, aber auch Papier, Pappe und Textilien dienen vielen Schädlingen als Nahrung.
  • Zugangswege: Lichtschächte, Kellerfenster, Rohrdurchführungen und Risse im Mauerwerk sind für Mäuse, Ratten und Insekten regelrechte Einfallstore.

Die häufigsten Kellerschädlinge im Überblick

Mäuse – die heimlichen Untermieter

Mäuse gehören zu den häufigsten Schädlingen im Keller. Sie gelangen durch kleinste Öffnungen ins Haus – ein Spalt von der Breite eines Bleistifts genügt bereits. Typische Anzeichen für einen Mäusebefall sind kleine, spindelförmige Kotspuren, Nagespuren an Kartons, Kabeln und Vorräten sowie raschelnde Geräusche, vor allem in den Abendstunden. Da Mäuse Krankheitserreger wie Salmonellen übertragen können und sich extrem schnell vermehren, sollten Sie bei einem Verdacht zügig handeln.

Ratten – ein Fall für den Profi

Noch problematischer wird es, wenn sich Ratten im Keller einnisten. Sie gelangen häufig über die Kanalisation oder undichte Stellen am Gebäude ins Haus und hinterlassen deutlich größere Kotspuren als Mäuse, dazu Schmierspuren an Wänden und auffällige Nagespuren – sogar an Kunststoffrohren und weichen Metallen. Ratten gelten als Gesundheitsschädlinge, da sie gefährliche Krankheiten übertragen können. In vielen Kommunen besteht bei Rattenbefall sogar eine Meldepflicht. Hier führt an einer professionellen Bekämpfung kein Weg vorbei.

Silberfischchen – Indikator für Feuchtigkeit

Silberfischchen sind in feuchten Kellern fast schon Dauergäste. Die kleinen, silbrig glänzenden Insekten sind nachtaktiv und huschen blitzschnell davon, wenn das Licht angeht. Sie ernähren sich von Stärke, Zucker, Papier und Schimmelpilzen. Ein starkes Auftreten von Silberfischchen ist häufig ein Warnsignal für zu hohe Luftfeuchtigkeit oder sogar Schimmelprobleme im Keller – die Ursache sollte daher immer mit untersucht werden.

Papierfischchen – die Gefahr für Dokumente und Bücher

Den Silberfischchen zum Verwechseln ähnlich, aber deutlich problematischer: Papierfischchen kommen auch mit trockeneren Bedingungen zurecht und haben es vor allem auf Papier und Pappe abgesehen. Wer im Keller Akten, Bücher, Fotos oder Kartons lagert, riskiert bei einem Befall erhebliche Schäden. Da sich Papierfischchen über Verpackungsmaterial leicht einschleppen lassen, lohnt ein prüfender Blick auf neu eingelagerte Kartons.

Schaben – ein ernstzunehmendes Hygieneproblem

Schaben (umgangssprachlich Kakerlaken) finden in warmen, feuchten Kellerbereichen – etwa in der Nähe von Heizungsanlagen oder Waschküchen – ideale Bedingungen. Sie sind extrem lichtscheu, sodass ein einzelnes gesichtetes Tier bei Tageslicht oft schon auf einen größeren versteckten Befall hindeutet. Schaben übertragen Krankheitserreger und vermehren sich rasant. Versuche, sie in Eigenregie zu bekämpfen, scheitern in der Regel – hier ist professionelle Hilfe gefragt.

Kugelkäfer – der Spezialist für Altbauten

Vor allem in älteren Gebäuden mit organischen Dämm- und Füllmaterialien tritt der Kugelkäfer auf. Die kleinen, rundlichen Käfer entwickeln sich bevorzugt in Zwischendecken und Wandhohlräumen und wandern von dort in Kellerräume ein. Da sich die Brutstätten meist in der Bausubstanz verbergen, ist die Bekämpfung von Kugelkäfern besonders anspruchsvoll und gehört in erfahrene Hände.

Maden und Motten – wenn Vorräte im Keller lagern

Wer Lebensmittel im Keller aufbewahrt, sollte auch Maden und Motten auf dem Schirm haben. Lebensmittelmotten befallen Mehl, Getreide, Nüsse oder Trockenfrüchte und hinterlassen feine Gespinste in den Verpackungen. Maden wiederum können sich in vergessenen organischen Abfällen oder verdorbenen Vorräten entwickeln. Regelmäßige Kontrolle der Vorräte und dicht schließende Behälter sind hier die beste Vorbeugung.

Ameisen und Marder – seltener, aber möglich

Auch Ameisen nutzen Risse in Kellerwänden gerne als Zugang ins Haus und legen ihre Straßen mitunter quer durch Lagerräume. Und selbst der Marder, den man eher vom Dachboden kennt, verirrt sich gelegentlich über Lichtschächte oder offene Kellertüren in untere Gebäudebereiche.

Gute Beleuchtung: Der unterschätzte Helfer bei der Schädlingssuche

Ein Punkt, der bei der Schädlingskontrolle im Keller oft übersehen wird: das Licht. In einem schummrig beleuchteten Keller mit dunklen Ecken haben Sie kaum eine Chance, die typischen Anzeichen eines Befalls zu erkennen. Kotspuren von Mäusen, feine Gespinste von Motten, Häutungsreste von Schaben oder die Fraßspuren von Papierfischchen sind klein und unscheinbar – ohne ausreichende Ausleuchtung bleiben sie schlicht unsichtbar.

Wer seinen Keller regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren möchte, sollte daher in eine helle, flächendeckende Beleuchtung investieren. Moderne LED-Leuchten mit hoher Lichtausbeute machen auch Nischen hinter Regalen, Rohrdurchführungen und Deckenecken gut einsehbar – genau die Stellen, an denen sich Schädlinge bevorzugt verstecken. Passende Leuchtmittel, LED-Lampen und weiteres Zubehör für eine optimale Kellerbeleuchtung finden Sie zum Beispiel bei gluehbirne.de. Schon der Austausch einer schwachen alten Glühbirne gegen ein helles LED-Leuchtmittel kann den Unterschied machen, ob Sie einen beginnenden Befall früh entdecken – oder erst, wenn er sich ausgebreitet hat.

Ein zusätzlicher Vorteil: Viele Kellerschädlinge sind ausgesprochen lichtscheu. Ein gut ausgeleuchteter, regelmäßig genutzter Keller ist für sie deutlich weniger attraktiv als ein dauerhaft dunkler Abstellraum.

So beugen Sie Schädlingen im Keller vor

Mit einigen einfachen Maßnahmen machen Sie Ihren Keller für Schädlinge deutlich unattraktiver:

  • Zugänge verschließen: Dichten Sie Risse im Mauerwerk ab, sichern Sie Lichtschächte mit engmaschigen Gittern und prüfen Sie Rohrdurchführungen auf Spalten.
  • Feuchtigkeit reduzieren: Lüften Sie regelmäßig und richtig (im Sommer bevorzugt nachts oder früh morgens), und beheben Sie undichte Stellen zeitnah.
  • Ordnung halten: Lagern Sie Kartons nicht direkt auf dem Boden, sondern in Regalen mit Abstand zur Wand. So entstehen weniger Verstecke und Kontrollen fallen leichter.
  • Lebensmittel sicher lagern: Verwenden Sie dicht schließende Behälter aus Glas, Metall oder festem Kunststoff statt offener Tüten und Kartons.
  • Regelmäßig kontrollieren: Begehen Sie Ihren Keller mindestens einmal im Monat mit wachem Blick – bei guter Beleuchtung – und achten Sie auf Kot, Nagespuren, Gespinste oder tote Insekten.

Befall entdeckt? So helfen wir Ihnen weiter

Wenn Sie Anzeichen für Schädlinge in Ihrem Keller bemerken, gilt: lieber früh reagieren als abwarten. Viele Befälle lassen sich im Anfangsstadium schnell und kostengünstig beheben – breiten sie sich erst einmal aus, steigt der Aufwand erheblich.

Sind Sie unsicher, mit welchem Schädling Sie es zu tun haben? Nutzen Sie einfach unseren kostenlosen Bestimmungsservice: Schicken Sie uns ein Foto oder Video per WhatsApp, E-Mail oder Online-Upload, und unsere Experten identifizieren den ungebetenen Gast für Sie. Weitere hilfreiche Tipps rund um Schädlinge und Prävention finden Sie außerdem in unserem Ratgeber.

Bei einem akuten Befall vermitteln wir Ihnen schnell und unkompliziert einen zertifizierten Schädlingsbekämpfer in Ihrer Nähe – mit kostenloser telefonischer Erstberatung und ohne Anfahrtsgebühren. Rufen Sie uns an unter 069-175373480 oder kontaktieren Sie uns bequem online. So wird Ihr Keller wieder zu dem, was er sein soll: ein sauberer, sicherer Lagerraum – ganz ohne ungebetene Untermieter.


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