Bettwanzen

Bei Bettwanzen (Cimex lectularius) handelt es sich um Parasiten, die sich vorzugsweise von menschlichem Blut ernähren. Verbreitet sind Bettwanzen insbesondere dort, wo Menschen viel verkehren.

Größe 10 – 17 mm
Farbe Rostbraun
Gewicht 2 – 5 mg
Dringlichkeit hoch
Bettwanzen

Bettwanzen – ein Überblick

Falls Sie am Körper juckende Pusteln bemerken und kürzlich in den Urlaub gefahren sind oder einen gebrauchten Gegenstand erworben haben, besteht die Möglichkeit, dass Sie unbeabsichtigt Bettwanzen in Ihr Zuhause eingeschleppt haben. Es sollte betont werden, dass dies keineswegs auf mangelnde Hygiene zurückzuführen ist, sondern vielmehr auf den Kontakt mit einem kontaminierten Umfeld oder Gegenstand.

Arten und wie sie sich unterscheiden

Klasse Insekten
Verbreitung weltweit
Besondere Merkmale nachtaktiv
Zur Familie der Plattwanzen (Cimicidae) gehört die Bettwanze (Cimex lectularius), auch als Hauswanze bekannt. Die Gattung Cimex umfasst insgesamt 16 Arten, darunter die Bettwanze sowie eine weitere Art, die hauptsächlich in den Tropen vorkommt und menschliches Blut bevorzugt. Alle Arten der Gattung ernähren sich von Warmblütern, wobei die meisten Arten vor allem Fledermäuse als Nahrungsquelle nutzen.

Die Bettwanze hat eine rostbraune Färbung und eine Größe von etwa 4,5 – 8,5 mm. Ihr Panzer ist eher durchsichtig, wenn die letzte Nahrungsaufnahme schon eine gewisse Zeit zurückliegt. Nach dem Blutsaugen ist er wesentlich dunkler. Die Bettwanze hat eine ovale Form und sie wirkt sehr platt.

Verwechselung mit anderen stechenden bzw. beißenden Insekten

Es kann schwierig sein, Tiere bei einem geringfügigen Befall zu entdecken, da sie nachtaktiv sind. In solchen Fällen sind die Bissstellen oft das einzige Anzeichen. Allerdings kann es während der Sommermonate vorkommen, dass diese auch von anderen Insekten wie Stechmücken verursacht werden, was die Identifizierung erschweren kann.

Eine sichere Bestimmung von Bettwanzen allein anhand von Biss- oder Einstichstellen ist leider nicht möglich. Es gibt jedoch einige Hinweise, die darauf hindeuten können, dass es sich um Bettwanzenbisse handelt. Diese Bisse treten oft in Gruppen oder Reihen auf, da Bettwanzen mehrmals an derselben Stelle zubeißen. Darüber hinaus bevorzugen sie Körperbereiche, die nicht von Kleidung bedeckt sind, wie zum Beispiel den Torso.
Bettwanzenbisse
Bettwanzenbisse

Lebensweise und -dauer

Ernährungstyp Blutsauger
Lebensdauer etwa 6 Monate
Natürliche Feinde Pharaoameisen, Kakerlaken, Staubwanzen
Normalerweise siedeln sich Bettwanzen in der Nähe von Menschen oder anderen warmblütigen Lebewesen an, insbesondere in der Nähe von Schlafplätzen, die sie nachts aufsuchen, um sich zu ernähren. Daher sind sie bevorzugt am Bettgestell, am Lattenrost, an der Matratze oder in der Nähe von anderen Gegenständen in diesem Bereich zu finden. Mit zunehmendem Befall breiten sie sich weiter aus und können auch hinter Fußleisten, Lichtschaltern, Steckdosen, Bilderrahmen oder anderen dekorativen Gegenständen zu finden sein.

Die Verstecke der weiblichen Bettwanzen dienen als Ablageorte für ihre Eier. Täglich werden zwischen etwa 10 und 50 Stück abgelegt. Um sich zu ausgewachsenen Bettwanzen zu entwickeln, müssen die Eier fünf Juvenilstadien durchlaufen, was insgesamt rund acht Wochen in Anspruch nimmt. Während jedes Stadiums benötigen die jungen Bettwanzen Blut, damit sie sich weiterentwickeln. Im Gegensatz dazu kann eine ausgewachsene Bettwanze bis zu drei Monate ohne jegliche Nahrung auskommen.
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Gefahren eines Bettwanzenbefalls

Ein Bettwanzenbefall stellt in der Regel keine direkte Gefahr dar, da es bisher keine bestätigten Fälle von Krankheitsübertragungen gibt. Jedoch können die Bisse der Blutsauger bei den meisten Menschen einen starken und lang anhaltenden Juckreiz auslösen und Bläschen sowie Pusteln verursachen. In manchen Fällen kann auch eine allergische Reaktion auftreten.
Bettwanzenbefall
Bettwanzenbefall
Neben den körperlichen Symptomen kann ein Bettwanzenbefall auch eine erhebliche psychische Belastung darstellen. Betroffene fühlen sich in ihrem Zuhause unwohl und können unter Albträumen, Überwachsamkeit und Angstzuständen leiden. Das Schamgefühl kann zudem zu sozialer Isolation führen.

Bekämpfung von Bettwanzen

Für die erfolgreiche Bekämpfung von Bettwanzen ist es unbedingt erforderlich, einen professionellen Schädlingsbekämpfer hinzuzuziehen. Versuche mit Hausmitteln oder Eigenversuche sind in der Regel wirkungslos. Um sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um Bettwanzen handelt und nicht um andere Insekten, sollte zunächst eine genaue Identifikation durchgeführt werden.

Für die Bekämpfung von Bettwanzen stehen grundsätzlich drei Methoden zur Verfügung: die chemische Bekämpfung, die Bekämpfung mit Pudern und Stäuben sowie die Bekämpfung mit Wärme. Kammerjäger verwenden bei der chemischen Bekämpfung sowohl Nebelautomaten als auch gezieltes Bespritzen der Verstecke. Da die Eier der Bettwanzen oft resistent gegenüber der chemischen Behandlung sind, sind in der Regel zwei bis drei Behandlungen notwendig.

Zusätzlich zu den chemischen Mitteln kommen oft auch Stäube oder Puder zum Einsatz, die zwar nicht giftig sind, jedoch die Schutzschicht des Panzers zerstören und somit die Tiere austrocknen. Eine weitere Methode zur Bekämpfung von Bettwanzen ist die Wärmebehandlung. Hierbei werden die Räumlichkeiten über mehrere Stunden auf ca. 70 Grad erhitzt, um alle Bettwanzen und ihre Eier abzutöten.

Begleitende Aktionen zur Bekämpfung

Um die Ausbreitung von Bettwanzen zu minimieren, können Betroffene begleitende Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört beispielsweise das Waschen von Bettwäsche und anderen betroffenen Textilien bei 60 Grad, da dies sowohl ausgewachsene Tiere als auch Eier abtötet. Auch Reisekleidung sollte bei dieser Temperatur gewaschen werden, falls man in letzter Zeit verreist war. Kleinere Gegenstände wie Bücher oder Dekorationsartikel können in luftdichten Plastiktüten verschlossen und über mehrere Tage in den Gefrierschrank gelegt werden, um potenzielle Bettwanzen zu töten.

Es ist wichtig, keine Gegenstände aus dem Zimmer zu entfernen oder zwischen Zimmern hin und her zu schieben, da dies die Ausbreitung der Wanzen fördern kann. Auch sollte man keine Möbel auf den Balkon oder in den Garten stellen, weil die Tiere dadurch in andere Haushalte gelangen können.