Lebensmittelmotten bekämpfen: So klappt’s

Motten
Wenn man Lebensmittelmotten in der eigenen Küche findet, ist schnelles Handeln gefragt, um die Schädlinge loszuwerden und im besten Fall auch noch einige Lebensmittel retten zu können. Unnötiges Warten hilft hierbei keinem, da dieses nur dafür sorgt, dass sich die Situation immer weiter verschlimmert, da in der Küche perfekte Lebensbedingungen für die Motten herrschen. Daher sind im Folgenden fünf wichtige Schritte aufgeführt, mit deren Hilfe die Lebensmittelmotten bald der Vergangenheit angehören. 1. Erkennen des Befalls Wenn man davon ausgeht, einen Befall von Lebensmittelmotten in der Küche zu haben, gilt es erstmal eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Hier sind Pheromon-Fallen nützlich, da diese Sexuallockstoffe die männlichen Motten anlocken. Dadurch, dass diese in die Falle gelangen, ist eine Befruchtung der weiblichen Motten unmöglich. Allerdings sorgen die Fallen nicht dafür, dass die Lebensmittelmotten ausgerottet werden. 2. Untersuchung der Vorräte Nun sollten die Lebensmittel näher betrachtet werden. Die Lebensmittelmotten bevorzugen unter anderem Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse. Ein Befall lässt sich recht einfach erkennen: Dieser liegt vor, wenn Motten oder Larven erkennbar sind. Das Aussehen der Larven lässt sich mit dem von Mehlwürmern vergleichen. Ein weiteres Anzeichen für einen Befall, sind weiße Fäden der Larven, die allerdings recht schwierig zu erkennen sind. Generell gilt: Befallene Lebensmittel sollten auf gar keinen Fall gegessen werden. Stattdessen ist eine Entsorgung außerhalb der Wohnung in einem luftdichten Gefäß zu empfehlen. Auch Lebensmittel, die auf den ersten Blick nicht so aussehen, als wären sie befallen, sollten eine Weile in einem luftdichten Behälter aufbewahrt und regelmäßig kontrolliert werden. Wem das zu viel Aufwand ist, kann auch eine professionelle Schädlingsbekämpfung in Anspruch nehmen. 3. Grundreinigung Nach der vollständigen Entsorgung und dem Verstauen der Lebensmittel steht eine umfassende Grundreinigung der Küche an. Das gilt insbesondere für Spalten, Zwischenräume, Ritzen und Bohrlöcher, in denen sich die Lebensmittelmotten besonders gern aufhalten. Des Weiteren müssen Schränke und Ecken ausgesaugt und der Beutel später luftdicht verschlossen werden. Im Anschluss werden sämtliche Flächen mit einem Essigreiniger abgewischt. Möchte man die Eier zerstören, eignet sich dafür ein Haartrockner. 4. Lebensmittelmotten mit Schlupfwespen bekämpfen Möchte man auf chemische Mittel verzichten und die Motten stattdessen nachhaltig bekämpfen, stellen Schlupfwespen eine geeignete Alternative dar. Diese haben mit den allseits bekannten Wespen, die man auch eher weniger im Haus haben möchte, allerdings wenig zu tun. Schlupfwespen sind nicht einmal 0,4 Millimeter groß, wodurch sie auch praktisch nicht zu erkennen sind. Nach der Bekämpfung der Motten sterben die Wespen auch wieder ab. Nach der ersten Anwendung sollte sie nach drei Wochen wiederholt werden. 5. Prävention und Kontrolle Wurden alle Schritte befolgt, sollte der Befall der Vergangenheit angehören. Damit es in der Zukunft nicht zu einem erneuten Befall kommt, sollten einige Dinge beachtet werden: So sollten die Lebensmittel weiterhin luftdicht aufbewahrt werden und auch die Schränke und Regale sollten regelmäßig von eventuellen Essenresten befreit werden. Ebenso wirksam sind Duftstoffe an den Schranktüren, die dafür sorgen, dass Motten von den entsprechenden Schränken fernbleiben. Besonders gut geeignet sind Düfte wie Lavendel, Nelken, Zedernholz, Thuja und Patschuli. Eine weitere Möglichkeit stellen Fliegengitter an den Fenstern dar.
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